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Wussten Sie, ...

dass die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern, Trägerin des Projektes NACHFOLGEZENTRALE MV, bereits rund 530 Unternehmensnachfolgen durch Hilfe bei der Finanzierung begleitet hat? Was eine Bürgschaft ist und was sie kann, erfahren Sie hier.

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Unternehmensnachfolge sichert Traditionsbetrieb und Arbeitsplätze in der Region

11.03.26

Erfolgreiche Nachfolgeregelung: ENOC Industrietechnik

Enoc Industrietechnik zoom

v.l.n.r.: Bernd Witak mit Nachfolger Tony Kowalewski (Bild: ENOC)

Eine gelungene Unternehmensnachfolge zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig zu planen, sich gegenseitig zu vertrauen und sich professionell begleiten zu lassen. Die Nachfolgezentrale MV unterstütze ENOC Industrietechnik, den Betrieb erfolgreich in neue Hände zu übergeben. ENOC bleibt damit weiterhin ein verlässlicher Partner für seine Kundinnen und Kunden sowie ein Arbeitgeber in der Region.

Von der Gründung zum spezialisierten Servicedienstleister

Der Grundstein des Unternehmens wurde 1991 gelegt, als der Vater des bisherigen Inhabers Bernd Witak den Betrieb eines ehemaligen Volkseigener Betrieb (VEB) heraus gründete. Dieser Schritt war damals mit großem unternehmerischem Risiko verbunden, bildete jedoch die Basis für eine stabile Entwicklung über mehr als drei Jahrzehnte. Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf dem Handel mit industrietechnischen Teilen. Mit dem Einstieg von seinem Sohn im Jahr 1995 wandelte sich das Unternehmen zu einem spezialisierten Servicedienstleister. Heute konzentriert sich der Betrieb vor allem auf Förderbänder, Antriebsriemen sowie technische Problemlösungen und Sonderanfertigungen. Derzeit sind drei Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Der Weg zur passenden Nachfolge

Bernd Witak erteilte im Juni 2023 den Suchauftrag bei der Nachfolgezentrale MV. „Ziel war es, rechtzeitig eine geeignete Lösung zu finden und den Übergang strukturiert vorzubereiten“, fügt Witak hinzu. Im März 2025 wandte sich der heutige Nachfolger Tony Kowalewski an die Nachfolgezentrale MV. Bereits einen Monat später wurde der Kontakt hergestellt. Der Übergabeprozess begann und fand am 1. November 2025 mit der Betriebsübergabe seinen Abschluss. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Nachfolgeregelung zu begleiten, damit etablierte Betriebe in der Region bleiben und ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben können“, fügt Angela Bösche, Teamleiterin bei der Nachfolgezentrale MV hinzu. Schon bei den ersten Gesprächen zeigte sich, dass die Zusammenarbeit auch auf persönlicher Ebene stimmte. Der Betrieb soll in bewährter Form fortgeführt werden. Gleichzeitig möchten beide Seiten den zunehmenden Trend, nachhaltig zu wirtschaften, aktiv unterstützen: Anlagen sollen weiterhin repariert und instandgesetzt werden, um Ressourcen zu schonen und langlebige Lösungen anzubieten.

Ein Nachfolger mit regionalen Wurzeln

Kowalewski bringt nicht nur betriebswirtschaftliches Know-how mit, sondern ist auch unternehmerisch vielseitig tätig. Er hat eine verantwortliche Position im Familienbetrieb inne und vertreibt darüber hinaus Speiseeis über „Finelly’s, in der er als geschäftsführender Gesellschafter tätig ist. „Als in der Region verwurzelter Unternehmer ist es mir ein besonderes Anliegen, erfolgreiche Betriebe vor Ort zu erhalten“, erklärt der Nachfolger. Langfristig verfolgt er das Ziel, eine Unternehmensgruppe aufzubauen und Synergien zwischen den einzelnen Betrieben zu nutzen. Aus diesem Grund wandte er sich an die Nachfolgezentrale MV, um gezielt nach passenden Übernahmemöglichkeiten zu suchen.

Starke Finanzierungspartner im Prozess

Die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern (BMV), sowie die Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte eG unterstützten das Vorhaben und trugen damit maßgeblich zum Gelingen der Nachfolge bei. „Wir freuen uns, wenn wir tragfähige Konzepte begleiten und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen und gewachsenen Strukturen beitragen können“, sagt Daniel Schulze, Kundenbetreuer bei der BMV.

Aus seiner Erfahrung heraus rät Witak, frühzeitig mit der Suche nach einer Nachfolge zu beginnen. Dies ermöglicht nicht nur eine sorgfältige Auswahl, sondern auch eine längere gemeinsame Übergangsphase, die den Einstieg für Nachfolger erheblich erleichtert. Beide Beteiligten betonen, dass es neben fachlichen und wirtschaftlichen Aspekten vor allem darauf ankommt, die Übergabe entschlossen voranzutreiben, zielstrebig zu handeln und einander zu vertrauen.