Matthias Scholz im Interview - IMMO. BEING Hausverwaltung Scholz & Friends
Erfolgreiche Nachfolgeregelung: Paulenz Immobilien
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Matthias Scholz als Nachfolger mit Ralf Voss (Foto: IMMO.BEING)
Die Frage nach der richtigen Unternehmensnachfolge stellt sich oft nicht plötzlich, sondern wächst mit der Zeit. Bei den Inhabern von Paulenz Immobilien, Claudia Mundt und Ralf Voss, rückte zunehmend die Überlegung in den Fokus, ob das Unternehmen altersbedingt abgewickelt oder in verantwortungsvolle Hände übergeben werden sollte. Der Wunsch, das Lebenswerk zu sichern und die Kunden weiterhin gut betreut zu wissen, wurde dabei zum zentralen Antrieb.
Mit der Registrierung bei der Nachfolgezentrale MV begann ein strukturierter und begleiteter Prozess, bei dem mehrere potenzielle Nachfolger vorgestellt wurden. Mit dem Kennenlernen von Matthias Scholz führten die Gespräche und Verhandlungen von Anfang an zielführend zum erfolgreichen Abschluss. Der gesamte Prozess dauerte ein Jahr. Die Übergeber waren sich schnell sicher, den richtigen Nachfolger gefunden zu haben. Scholz zeichnet sich nicht nur durch eine sehr hohe fachliche Kompetenz aus, sondern betreut die Kunden überaus engagiert.
Heute blicken die Übergeber mit Zufriedenheit auf den abgeschlossenen Nachfolgeprozess zurück. Sie empfehlen anderen Unternehmerinnen und Unternehmern, sich frühzeitig mit dem Thema Nachfolge auseinanderzusetzen und den Kontakt zur Nachfolgezentrale MV zu suchen. Mit der erfolgreichen Übergabe beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Zunächst freuen wir uns darüber, dass wir unsere Kunden in gute Hände geben konnten und jetzt mehr Zeit für Privates und unsere Hobbys haben. Abschließend bedanken wir uns für die überaus engagierte Hilfe und Betreuung durch die Nachfolgezentrale MV“, schließt Voss ab.
Wie Matthias Scholz die Übernahme erlebt hat, welche Herausforderungen ihn erwarten und welche Ziele er für die Zukunft von Paulenz Immobilien verfolgt, hat die Nachfolgezentrale MV in einem Interview mit dem Nachfolger festgehalten:
1. Woran haben Sie gemerkt, dass Sie gern selbstständig sein möchten?
Ich habe erkannt, dass ich als Mensch nicht mehr in das Korsett eines klassischen Angestelltenverhältnisses passe. Meine hohe Eigenmotivation, meine ausgeprägte Dynamik und mein unternehmerisches Denken wollte ich nicht länger in fremde Strukturen einbringen, sondern gezielt in den Aufbau eines eigenen Unternehmens investieren. Es war mir wichtig, ein Unternehmen nach meinen eigenen Wertvorstellungen, Prinzipien und Führungsansätzen zu gestalten. Sowohl für mich selbst als auch für zukünftige Mitarbeiter, mit denen ich gemeinsam eine moderne, sinnorientierte Unternehmenskultur entwickeln kann.
2. Welche Erfahrungen/Qualifikationen bringen Sie aus Ihrer vorherigen Tätigkeit mit?
Ich war über 20 Jahre in der Finanzbranche tätig, als ausgebildeter Bankkaufmann mit betriebswirtschaftlicher Weiterbildung, und habe insbesondere in den letzten 10 bis 15 Jahren zahlreiche Existenzgründungen begleitet. Dabei lag mein Fokus auf der Betreuung freiberuflich tätiger Personen aus den Bereichen Recht, Steuerberatung, Pharmazie und Medizin.
In den letzten fünf bis zehn Jahren habe ich mich vollständig auf die Beratung von Immobilien- und Real-Estate-Investoren spezialisiert, insbesondere im Bereich komplexer Finanzierungsstrukturen. Parallel dazu habe ich bereits mit 25 Jahren begonnen, mir ein eigenes Immobilienportfolio aufzubauen. Seit über zwölf Jahren bin ich somit tief in der Immobilienbranche verwurzelt, sowohl aus Investorensicht als auch aus Perspektive des Finanzberaters. Diese Erfahrung möchte ich nun vollumfänglich in mein eigenes Unternehmen einbringen und meine Leidenschaft für Immobilien und Unternehmertum in einer zukunftsorientierten Hausverwaltung weiter professionalisieren.
3. Wie sind Sie auf die Nachfolgezentrale MV aufmerksam geworden?
Vor etwa vier Jahren bin ich auf die Nachfolgezentrale MV aufmerksam geworden, da ich mich gezielt für Nischenunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern interessiert habe. Insbesondere in der Immobilienwirtschaft, aber auch darüber hinaus. Seitdem stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit Frank Bartelsen und Beate Somschor. Im Zuge der Gründung der Hausverwaltung Scholz & Friends GmbH hat mir die Nachfolgezentrale MV ein passendes Nachfolgeangebot für eine Hausverwaltung in Rostock vermittelt. Dieses Match markierte den Beginn einer intensiveren Zusammenarbeit. In der Folge wurde mir ein weiteres Nachfolgeprojekt für eine Hausverwaltung in Schwerin angeboten, welches wir derzeit aktiv weiterverfolgen. Die Nachfolgezentrale MV war und ist somit ein strategisch wertvoller Partner bei der gezielten Unternehmensübernahme in meiner Branche.
4. Waren Sie sich schnell sicher, dass Sie das passende Unternehmen gefunden haben?
Ja, absolut. Wir haben sehr intensive Gespräche mit den bisherigen Inhaberinnen und Inhabern geführt, uns persönlich kennengelernt und dabei schnell festgestellt, dass wir sowohl menschlich als auch fachlich hervorragend zueinander passen. Diese stimmige Grundlage hat mir schnell die Sicherheit gegeben, dass es sich um passende Unternehmen handelt, die ich mit einem guten Gefühl übernehmen kann. Besonders wichtig war mir auch die Möglichkeit, mit den bisherigen Eigentümern weiterhin vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und genau das hat sich bestätigt. Die Chemie und das gemeinsame Verständnis für Qualität in der Hausverwaltung haben von Anfang an gestimmt.
5. Wie lange hat der Prozess gedauert?
Die einzelnen Nachfolgeprozesse haben in der Regel etwa ein Vierteljahr in Anspruch genommen. In dieser Zeit wurden zunächst Vertraulichkeitserklärungen unterzeichnet, erste Unternehmenskennzahlen geprüft und intensive persönliche Gespräche geführt, um ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Nach dieser Annäherungsphase folgte die Abgabe eines konkreten Übernahmeangebots, das auf positive Resonanz stieß. Parallel dazu haben wir frühzeitig begonnen, auf der operativen Ebene die nächsten Schritte zu identifizieren, mit dem Ziel, Kunden, Mitarbeitende, Infrastruktur sowie bestehende Strukturen reibungslos und zügig in die neue Organisation zu integrieren. Für mich war entscheidend, den Übergang professionell und mit möglichst wenig Reibungsverlusten zu gestalten.
6. Welches waren die größten Herausforderungen im Prozess und wie haben Sie diese bewältigt?
Die größten Herausforderungen lagen vor allem darin, die unterschiedlichen Vorstellungsebenen und Visionen miteinander in Einklang zu bringen. Sowohl mit den bisherigen Inhaberinnen und Inhabern als auch mit den bestehenden Teams. Es ging darum, gemeinsame Schnittstellen zu identifizieren und auf Basis dessen eine nachhaltige Integration zu ermöglichen. Ein weiterer zentraler Punkt war die Transformation der bestehenden, teils veralteten Systemlandschaften hin zu modernen, digitalen Strukturen. Dieser technologische Wandel musste gleichzeitig mit einem kulturellen Wandel einhergehen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu auszurichten, ihnen Sicherheit durch eine starke Marke zu geben, und sie gleichzeitig zu motivieren, alte Routinen zu hinterfragen und aktiv neue Wege zu gehen. Dabei war mir besonders wichtig, nicht nur neue Prozesse zu etablieren, sondern auch das nötige Mindset zu fördern, um die Komfortzone zu verlassen und in eine gemeinsame, zukunftsorientierte Richtung zu wachsen.
7. Welche besonderen Vorzüge hatte für Sie die Idee der Unternehmensnachfolge im Vergleich zu einer Start-up-Gründung?
Die Unternehmensnachfolge bietet aus meiner Sicht zahlreiche Vorteile gegenüber einer klassischen Neugründung. Besonders relevant war für mich die Möglichkeit, auf einen bestehenden Kundenstamm und laufende Verträge zurückgreifen zu können, das schafft eine stabile Cashflow-Basis und reduziert das unternehmerische Risiko erheblich. Hinzu kommt, dass bestehende Strukturen, insbesondere qualifizierte und gut eingearbeitete Mitarbeitende, bereits vorhanden sind. Diese bringen nicht nur wertvolles Fachwissen mit, sondern sind auch in den täglichen Abläufen und im Umgang mit den Eigentümern fest verankert. Das schafft Kontinuität und ermöglicht einen reibungslosen Übergang. Darüber hinaus eröffnet eine Nachfolge die Chance, gemeinsam mit Mitarbeitenden, sowie Eigentümerinnen und Eigentümern neue Ideen zu entwickeln und bestehende Prozesse weiterzuentwickeln. Mit dem Ziel, gesundes, organisches Wachstum zu fördern. Der direkte Zugang zu Eigentümerstrukturen schafft zudem zusätzliches Potenzial für Expansion und Synergien.
8. Was sind Ihre Ziele und welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft?
Im Fokus steht die vollständige Integration der Mitarbeitenden, der Software und der bestehenden Strukturen. Ich möchte harmonisierte, effiziente Arbeitsprozesse etablieren und Automatisierungen gezielt einsetzen, um sowohl Produktivität als auch Entlastung zu schaffen. Ein wichtiger Meilenstein ist die transparente Einführung klar definierter Stellenprofile zum 01. Januar 2026. Jeder Mitarbeitende soll genau wissen, welche Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsplätze ihn erwarten, mit dem Ziel, Verlässlichkeit, Struktur und neue Freiräume für individuelle Lebensqualität zu schaffen. Es soll ein Arbeitsumfeld entstehen, in dem sich Menschen wohlfühlen und gemeinsam als starkes Team wachsen können. Die größte Herausforderung sehe ich im Fachkräftemangel und in der Gewinnung neuer Talente, die unser Wachstum mittragen. Doch ich bin überzeugt, dass wir mit einer modernen, glaubwürdigen Marke, einem starken digitalen Auftritt und nutzerfreundlichen, automatisierten Prozessen genau die Voraussetzungen schaffen, um auch in Zukunft attraktive Arbeitsplätze zu bieten und engagierte Menschen für unser Unternehmen zu begeistern.
9. Gibt es einen Rat, den Sie für andere Nachfolgeinteressierte haben, die diesen Weg noch antreten möchten?
Ich kann jedem, der sich im Angestelltenverhältnis nicht mehr erfüllt fühlt, nur raten, den Mut aufzubringen, seinen eigenen Weg zu gehen. Wer spürt, dass seine Werte, seine Energie und seine Vorstellung von Führung nicht mehr in klassische Strukturen passen, sollte den inneren Impulsen folgen, und zwar konsequent. Die Selbstständigkeit bietet die Möglichkeit, das eigene Wertegerüst zu leben, Empathie sinnvoll einzusetzen und eine Vision in die Realität zu überführen. Dabei ist es entscheidend, eine Nische zu erkennen, in der man mit Klarheit, Ausdauer und Umsetzungskompetenz einen echten Mehrwert schaffen kann. Natürlich ist der Weg in die Selbstständigkeit herausfordernd. Er führt aus der Komfortzone und erfordert Disziplin, Verantwortung und Weitblick. Doch wer diesen Schritt geht, kann ein erfülltes, flexibles und gesundes Arbeitsleben gestalten mit echtem Sinn und persönlicher Freiheit.

